Chronik

Eine kleine Cronik

Die Wurzeln des Vereins gehen eigentlich bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, doch soweit wollen wir an dieser Stelle nicht ausholen. 

Beginnen wir mit den Jahren 1963/64. Obwohl Kameradschaft und Gemütlichkeit an erster Stelle des Vereinsgeschehens standen, bildete sich ein Kern von Mitgliedern, die den sportlichen Aspekt des Schießens besonders hervorhoben.

Jedoch gab es hierbei deutliche Grenzen. Aufgrund der Zugehörigkeit des Vereins zum Kyffhäuserbund, war es nicht möglich, an (offiziellen) Wettkämpfen anderer Vereine mitzuwirken.

Der Vorschlag, sich dem Sportbund und somit dem Schützenbund anzuschließen, stieß bei den meisten Mitgliedern nicht auf Gegenliebe.

7 Mitglieder der Kyffhäuserkameradschaft waren trotzdem bereit, sich dem Württembergischen Landessportbund anzuschließen und somit innerhalb des Vereins eine eigene Abteilung aufzubauen.

Am Abend des 16. Juni 1964 war dann die Geburtsstunde der

"Schützengilde Denkendorf 1964 e.V."

Eine eigene Satzung wurde entworfen, die Fäden zum neuen Sportbund geknüpft und vielerlei organisatorische Arbeit geleistet. Und so konnte endlich der Eintrag ins Vereinsregister erfolgen.

Im Jahr 1965-1967 nahm man dann erfolgreich an den Rundenwettkämpfen des Kreis Esslingen teil. Die KK- und Luftgewehr-Bahnen wurden erweitert, man besorgte ein Stromaggregat, um die Seilzüge der KK-Bahnen mit Strom zu versorgen. Da es noch keinen Wasseranschluss gab, wurde das Wasser in Kanistern von zu Hause mitgebracht.

1966 war die Mitgliederzahl bereits auf 65 angewachsen und der Mitgliedsbeitrag wurde auf 18.-DM erhöht.

1974 machte der Verein einen weiteren Sprung in moderne Zeiten. Der langersehnte Wunsch nach Wasser, Abwasser und Strom konnte endlich erfüllt werden. In einem Gewaltakt wurde in sehr kurzer Zeit und ausschließlich in Handarbeit ein Graben von der Gänsweide zum Schützenhaus gegraben, der die nötigen Leitungen aufnahm.

Das Vatertagswochenende im Jahr 1975 war dazu ausersehen, das erste Filderpreisschießen auszutragen. Die Sieger erhielten ein Spanferkel und fassweise Bier!!!

1978 nahm die Schützengilde Denkendorf an einigen Veranstaltungen teil, so wurden zum Beispiel zur Fastnachtszeit die Kanonen auf der Esslinger Burg zum Leben erweckt. Im Gefolge des Esslinger Oberbürgermeisters zog die Kanonenabordnung in Konstanz ein, um mit Getöse die ersten Heimattage zu eröffnen!

In den darauffolgenden Jahren nahm man an zahlreichen Veranstaltungen teil und  eine Pistolenbahn wurde gebaut. Auch mit einigen Schwierigkeiten hatten die Mitglieder zu kämpfen. So zum Beispiel bei einem üblen Wasserrohrbruch im Jahr 1985. 

1987 musste das gesamte verbaute Holz auf der KK-Bahn durch Beton ersetzt werden, da es mit erstaunlicher Schnelligkeit vor sich hin faulte.

1989 war es dann soweit. Ein Festausschuss wurde gegründet, denn unser 25-jähriges Jubiläum stand vor der Tür. Das 3-tägige Fest fand auf dem Festplatz am Stadion in Denkendorf statt und wurde von der Bevölkerung sehr gut besucht. Am Sonntag fand ein großer Festumzug mit vielen befreundeten Vereinen aus nah und fern statt.

In den darauffolgenden Jahren wurde es dann wieder etwas ruhiger im Verein. 

Da unser Vereinsheim aufgrund der steigenden Mitgliederzahl aus den Nähten zu platzen drohte, fassten wir Anfang 1999 einen Anbau für die Vereinsgaststätte ins Auge. Nachdem die Finanzierung stand und der Architekt die Baufreigabe erhalten hatte, begannen wir Ende März 2000 mit dem ersten Spatenstich. Dank der tatkräftigen Unterstützung vieler Mitglieder, konnten wir innerhalb eines Jahres den Rohbau und den Innenausbau Fertigstellen.

Am 23. Juni 2001 feierten wir mit einem Tag der offenen Tür die Einweihung unseres neuen Schützenhauses. Dazu luden wir die Firmen, die uns beim Bau unterstützt haben, die Gemeinde, unsere Senioren sowie die Öffentlichkeit ein. Bedingt durch das schöne Wetter, wurde der Tag der offenen Tür ein voller Erfolg und alle waren begeistert von unserem neuen Schützenhaus. Auch die Mitglieder waren und sind immer noch stolz auf die Leistungen die sie beim Anbau geleistet haben.

Nachdem noch einige kleine Arbeiten im Aussenbereich getätigt wurden, konnten wir im Aprill 2002 Unseren Neuen Park- und Festplatz teeren und somit fertigstellen.

Da wir nun einen großen Festplatz hatten, entschieden wir ein neues Festzelt oder etwas ähnliches zu kaufen. Die Entscheidung fiel auf einen Großraumschirm unter dem 100 Personen Platz haben.
Gesagt, getan. Der Schirm wurde bestellt und konnte rechzeitigt zu unserem 27. Filderpreißschießen geliefert werden. 

Anfang Juni konnte dann mit dem verputzen des Schützenhauses begonnen werden.

Heute hat die Schützengilde Denkendorf 175 Mitglieder, davon 13 Jugendliche und Junioren.

60 Schützen nehmen am aktiven Sportgeschehen des Vereins teil.